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Montag, 23. Juli 2012

EIN DRITTER WEG IST MÖGLICH!


EIN DRITTER WEG IST MÖGLICH!                

THESE: Eine dialektische Synthese von bürgerlicher Zivilisation, sozialer Marktwirtschaft und humanistischer DEMOKRATIE ist möglich, aber erst nach errungener Selbstbestimmung, nämlich VOLKSSOUVERÄNITÄT, parlamentarischer Gesetzesmacht einer aufgeklärten, verteidigungsbereiten Volksmehrheit.

Kritik heißt sachliche BEURTEILUNG. Doch die meisten Kritiker des Kapitalismus listen nur dessen Unzulänglichkeiten, volks- und völkerfeindlichen Tendenzen auf, ohne erst einmal dessen Stellung in der Menschheitsgeschichte zu bestimmen und auch dessen unleugbare Errungenschaften anzuerkennen.
Zweifellos war die kapitalistische Epoche eine offenbar notwendiger Schritt in der widerspruchsvollen Geschichte der Menschheit. Er hat eine für unvorstellbar gehaltene     Entwicklung der Naturwissenschaften, der Produktivkräfte und der Zivilisation hervorgebracht, die wir neidlos bewundernd anerkennen müssen. Damit hat der Kapitalismus die Voraussetzungen geschaffen zum Übergang zu einer höheren, humaneren Gesellschaftsform.
Doch eine Gesellschaftsordnung, wie auch bereits Lenin erkannt hat, ist erst dann überwindbar, wenn die alte „ausgereift“ und an ihre Grenzen gestoßen ist. Moralisch war zwar die Oktoberrevolution durchaus berechtigt, aber nachdem die Novemberrevolution blutig niedergeschlagen worden war, war es, wie die Geschichte beweist, objektiv noch nicht möglich, eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft erfolgreich und dauerhaft aufzubauen, zumal sich m. E. auch das Proletariat als unfähig erwiesen hat, ALLEIN eine neue, humane Gesellschaft zu verwirklichen. Das Historische Subjekt der Zukunft können m. E. nur aufgeklärte aktive Volksmehrheiten sein, welche parlamentarische Gesetzesmacht errungen haben. 1917 waren die historischen Bedingungen noch derart ungünstig, dass die Sowjetunion sich nur mit Druck, innerer Gewalt und Repressionen einige Jahrzehnte behaupten konnte.
Doch Gewalt ruft immer wieder Gegengewalt hervor. Eine humane Gesellschaft lässt sich nur verwirklichen, wenn die Zeit dafür reif ist und wenn eine große, aufgeklärte  Volksmehrheit diese nicht nur ernsthaft will, sondern auch die parlamentarische MACHT errungen hat, dann aber auch bereit ist, die errungene Freiheit des Volkes zu verteidigen. Was selbst ein kleines schwaches Volk von Reisbauern zu leisten vermag und wie wichtig internationale Solidarität dabei ist, hat VIETNAM eindrucksvoll bewiesen. Welche Möglichkeiten bieten sich dann erst Völkern mit einer entwickelten Zivilisation, wenn sie von einander lernen und sich auch solidarisch helfen. Doch das Selbstbestimmungsrecht der Völker müssen wir m. E.- unbedingt verteidigen.
Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Klaus Steinitz hat bereits 1990 zum Thema „Kann es eine soziale und ökologische Marktwirtschaft geben?“ interessante und diskussionswerte Forschungsergebnisse vorgelegt. Auch Georg Otto publiziert seit Jahren in seiner Zeitschrift „ALTERNATIVEN“ unermüdlich zum Thema DRITTER WEG. Allerdings gibt es bezüglich eines DRITTEN WEGEN verschiedene Vorstellungen.
Dem BÜNDNIS BUNDESWEITE VOLKSENTSCHEIDE wird vorgeschlagen, eine diesbezügliche Arbeitsgruppe zu bilden, die bereits jetzt, im Schoße der alten, überholten neoliberalen kapitalistischen Gesellschaft, diesbezüglich denkerische Vorarbeit leistet, verknüpft mit der Vorbereitung einer gesamtdeutschen Verfassung gemäß § 146 dews GG und eines demokratischeren Wahlgesetzes.

Freitag, 20. Januar 2012

VORWÄRTS ZU EINER GEMEINWOHLORIENTIERTEN GESELLSCHAFT

Wir brauchen dringend eine immer mächtiger werdende  Bürgerbewegung, eine Art REGENBOGENKOALITION lose vernetzter, aber autonomer humanistisch/demokratischer Vereinigungen, die um wahre VOLKSSOUVERÄNITÄT, TRANSPARENZ in der Politik und VOLKSENTSCHEIDE zu den wesentlichsten gesellschaftlichen Problemen nach vorheriger Aufklärung des Volkes über das Für und Wider der zur Entscheidung stehenden Sache kämpft. Erst wenn die demokratisch-parlamentarische Gesetzesmacht des Volkes im Bundestag errungen ist, sind schrittweise, in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit, die  vielen konkreten und realistischen alternativen Veränderungen der Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen auf friedlich-demokratische Weise möglich, die dann aber auch dauerhaft durch die mühsam errungene REGENBOGENKOALITION gegen die zu erwartenden Reaktionen des Finanzkapitals, notfalls durch Generalstreik verteidigt werden müssen. Denn: ALLE RÄDER STEHEN STILL, WENN VOLKES STARKER ARM ES WILL!
Die Geschichte hat eindeutig bewiesen, dass Karl Marx mit seiner Analyse des Kapitalismus Recht behalten hat, dass nämlich dessen Sachzwänge unweigerlich zur absoluten oder relativen Verelendung der Völker führen werden. Doch die Geschichte hat auch gezeigt, dass nicht das Proletariat allein das HISTORISCHE SUBJEKT sein kann, sondern nur das Volk, die Völker, die 99 % der vom Finanzkapital Abhängigen. Wer aber die LINKE ausgrenzen will, handelt undemokratisch und muss abgewählt werden. Vorwärts zu einer humanen Gesellschaft, in der JEDER durch Fleiß aus eigener Kraft Schmied seines Glücks werden kann!
Günter Rahm

Montag, 9. Januar 2012

„WIR SIND DASS VOLK!“

„WIR SIND DASS VOLK!“
lautet eine Grundthese der  STIFTUNG FRIEDLICHE REVOLUTION LEIPZIG. Doch wer gehört  zum Volk? Neoliberale Globalisierer, deren Hauptziel Maximalprofit ist,  wollen uns einreden, dass sie  auch zum Volk gehörten.  Doch zum Volk gehören nach humanistischer Auffassung nur alle Gemeinnützigen.
Die Begriffe VOLK und BEVÖLKERUNG sind nicht identisch. Das sprachwissenschaftliche Wörterbuch belehrt uns, dass das Wort VOLK von FOLGEN, GEFOLGE  abgeleitet ist. Das Volk war bisher letztlich seinen Herren untertan. Trotz bürgerlicher Scheindemokratie ist nicht das Volk der wesentliche Bestimmer, sondern das Kapital, die Superreichen. Das Volk war und ist seinen Herren untertan, musste Frondienste und Kriegsdienste leisten bzw. seine „Ware Arbeitskraft“ verkaufen und als kleiner und mittlerer Unternehmer ums Überleben gegenüber den wirtschaftlich und finanziell Stärksten kämpfen. Das Volk war und ist seinen Herren untertan, musste und muss diesen Frondienste und Kriegsdienste leisten bzw., seine „Ware Arbeitkraft“ verkaufen, deren Willen ausführen. bzw. sich selbst ausbeuten, um im Konkurrenzkampf nicht unterzugehen. Zwar leben wir heute nicht mehr in der Zeit der Feudalherren, aber trotz angeblich freiheitlich-demokratischer Grundordnung hat sich in verschleierter Form die Herrschaft einer kleinen Minderheit Superreicher über die große Mehrheit erhalten. Denn wer die wirtschaftliche militärische Macht und die Gesetzesmacht hat, der besitzt auch die politische Macht, solange die Völker dieses Unrecht dulden. Frei sein kann nur, wer wirtschaftlich und politisch unabhängig ist.