Dienstag, 29. Mai 2012

Energiewende – regionales Wirtschaften – Regionale Stoffkreisläufe!


Im Neuen Deutschland von heute findet sich ein Beitrag zu den jüngsten Diskussionen zur Energiewende. Der Beitrag mit dem Titel: „Zweifelan Energiewende – trotz Solarrekord“ ist im Internet leider nur mittels Online-Abo zu lesen, trotzdem sei hier auf meine Leserbrief verwiesen, welchen ich zum Beitrag an die Zeitung geschrieben und per E-Mail gesendet habe.

LESERBRIEF

Zu ND.v. 29.5.12, S.8 „Zweifel an Energiewende – trotz Solarrekord“

Herr Brüderle, Fraktionschef der FDP, zweifelt an der Energiewende, weil durch den angeblich notwendigen Bau von über 4000 km Überlandleitungen der Strompreis steigen werde. Ich zweifle an Herrn Brüderles Kompetenz, denn bereits der leider verstorbene Dr. Hermann Scheer, international anerkannter Experte für Solarenergie, wies darauf hin, dass die Vernunft verlangt, Solaranlagen regional zu bauen,  um teure Überlandleitungen zu vermeiden. Er fügte hinzu, das setze aber eine Regierung voraus, die nicht im Interesse der Stromkonzerne entscheidet, sondern im Interesse der Bürgerinnen und Bürger der Städte und Dörfer. Da gibt es eine ganz einfache Lösung: Gelb-Schwarz, die im Interesse der Stromkonzerne, zum Schaden der einfachen Bürger entscheiden, 2013 ABWÄHLEN!
Günter Rahm                                                                                      Quedlinburg, 29.5.12

P.S. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf verweisen, dass heute im Quedlinburger Gartenlokal Boxhornschanze, eine Veranstaltung zum Thema „regionales Wirtschaften“ durchgeführt wird. Diese Veranstaltung beginnt um 18:00Uhr, wozu wir weitere interessierte Bürger einladen.

Montag, 21. Mai 2012

Wie der Bürgerkrieg in Jugoslawien angeheizt wurde

(Aus „telegraph“  2/99, S. 50ff)
Der kanadische Ökonom Michel Chosudovsky: Die Westmächte haben seit Beginn der 80er Jahre systematisch mitgeholfen, die jugoslawische Wirtschaft zu vernichten und daraus resultierende soziale Probleme sowie ethnische Konflikte anzuheizen. Trotz Belgrads politischer Neutralität und seiner ausgedehnten Handelsbeziehungen zu den USA und der EU nahm die Reagan-Administratur die jugoslawische Wirtschaft in der Geheimdirektive von 1984 (National Security Decision Directive NSDD 133)  ins Visier.
(Titel: „Die Politik der USA in Bezug auf Jugoslawien)
ZIELE: Fortgesetzte Anstrengungen zur Entfachung von „stillen Revolutionen“,
              Überwindung der kommunistischen Regierung,
              Herstellung einer Abhängigkeit Jugoslawiens von IWF, Weltbank und
              anderen Institutionen des führenden Industriestaates des Westens,
              strategische kriegerische Intervention des Westens in Jugoslawien,
              Destabilisierung von 1980 bis 1990, Rekolonialisierung nach 1990.
REALISIERUNG der Geheimdirektive:
Seit Beginn der 80er Jahre diktierten ausländische Kredite weitreichende „Reformen“, die zur Zerstörung des industriellen Sektors führten und zugleich das Sozialsystem des Landes erodieren ließen. Damit wurde nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Politik in Jugoslawien chaotisiert. Denn die separatistischen Tendenzen, die sich auf ethnische und soziale Unterschiede stützten, gewannen während der Phase brutaler Verarmung unter der jugoslawischen Bevölkerung an Gewicht. Die makroökonomischen Reformen, die kurz vor dem Tod Marschall Titos im Jahre 1980 begannen, hatten politisch und ökonomisch desaströse Auswirkungen: Langsames Wirtschaftswachstum, das Anwachsen der Auslandsschulden und insbesondere der Zinsbelastung, begleitet  von Inflation, brachten den Lebensstandard des durchschnittlichen Jugoslawen zu einem erdrutschartigen Absinken. Die Wirtschaftskrise bedrohte die politische Stabilität. Sie führte auch zu einer Verstärkung untergründiger ethnischer Spannungen.  (Gervasi 1993). Die Wirtschaftsreform erreichte ihren Höhepunkt unter der US freundlichen Regierung von Ante Marcovic. Ein „Finanzhilfsprogramm“ versprach im Austausch dafür drastische Wirtschaftsreformen, die Einführung einer neuen, abgewerteten Währung, Einfrieren der Löhne, drastische Kürzung der Staatsausgaben und die Abschaffung der selbst verwalteten vergesellschafteten Betriebe. Diese „Wirtschaftstherapie“ trug zur Lähmung des Bundesstaates bei. Vor allem die Umschuldungsverträge der staatlichen und kommerziellen Kredite führten  zu politischen Spannungen zwischen der Hauptstadt Belgrad und den Teilrepubliken. Steuergelder, die als Ausgleichszahlungen an die Teilrepubliken und die autonomen Provinzen hätten gehen sollen, dienten zur Schuldentilgung bei den Pariser und Londoner Finanzclubs. Die vom IWF induzierte Budgetkrise schuf so in wirtschaftlicher Hinsicht jene Tatsachen, die den Weg für die formale Abspaltung Kroatiens und Sloweniens im Juni 1991 frei machten. Die industrielle Strukturreform von 1989 war ein weiterer Meilenstein auf dem Weg des industriellen Sektors in den Bankrott.
1990 war das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um -7,5% gefallen. !991 fiel es um weiter 15%, die industrielle Produktion sank um 21%. Die Strukturreform, die von Belgrads Kreditoren diktiert worden war, hatte die Abschaffung der vergesellschafteten Betriebe zum Ziel. Das Unternehmensgesetz von 1989 verlangte die Abschaffung der Grundstrukturen gemeinschaftlicher Arbeit, die eine Form vergesellschafteter Produktionsgemeinschaften unter der Leitung der Betriebsräte darstellten. Das Gesetz schrieb die Verwandlung dieser Strukturen in privatkapitalistische Unternehmen vor. Die Betriebsräte sollten durch sog. „Sozialkomitees“ unter der Kontrolle des Betriebseigners ersetzt werden. (Nebenbei: Sogar die Sprecherin der Opposition in Jugoslawien ist für gemischte Eigentumsformen, eine gesunde Mischung von Staatsbetrieben, Genossenschaften, Privatbetrieben usw., doch so weit geht das Selbstbestimmungsrecht der Völker nach dem Verständnis der USA nicht!)
Die Restrukturierung der Wirtschaft wurde mit wesentlicher „Unterstützung“ westlicher Rechtsanwälte und -berater – durch eine Anzahl neuer Gesetze abgesichert. So trat ein neues Bankengesetz in Kraft, das die Liquidation der gemeinsamen Banken vorsah. Über die Hälfte aller jugoslawischen Banken wurde geschlossen, der Druck lag eindeutig auf der Schaffung profitorientierter Institutionen.
Die von IWF und Weltbank gesponserten Reformen waren ein Bankrottprogramm, die Kredite an die industriellen Sektoren wurden eingefroren – der Auflösungsprozess damit beschleunigt. Unternehmer mussten im Falle einer 45 Tage andauernden Zahlungsunfähigkeit innerhalb von 15 Tagen eine Einigung mit ihren Kreditoren erreichen, sonst wurde der Konkurs eingeleitet.
Da Regierungsinvestitionen durch das Gesetz verboten wurden, konnten Kreditoren ihre Kredite routinemäßig als Machtmittel über die zahlungsunfähigen Unternehmen missbrauchen.
Die Deregulierung des Außenhandelns im Januar 1990 provozierte eine Flut von Warenimporten aus dem Ausland, die einheimische Produktion wurde destabilisiert. Der mit geliehenen Geldern getragene Importboom steigerte den Schuldendruck. Die abrupten Anstiege bei Zinsen und Einkaufspreisen führten gleichzeitig zum Ausschluss einheimischer Produkte vom innerjugoslawischen Markt. 1989/90 wurden so über 1ooo Unternehmen in den Bankrott getrieben oder aufgelöst. Mit anderen Worten, die gesetzlichen Regulierungen führten innerhalb von zwei Jahren über 600 000 Arbeiter  zur Arbeitslosigkeit, und das bei einer nur 2,7 Millionen starken industriellen Arbeiterschaft. Die höchste Zahl von Bankrotten und neuen Arbeitslosen entfiel auf Serbien, Bosnien, Herzegowina, Mazedonien und den Kosovo,. (Die Weltbank 1991).
Viele vergesellschaftete Betriebe versuchten den Bankrott zu vermeiden, indem sie
keine Löhne zahlten. Eine halbe Million Arbeiter erhielt während der ersten Monate von 1990 keinen Lohn, um die Forderungen der Kreditoren im Rahmen der Übereinkünfte zu erfüllen, wie es das Gesetz zur Regelung der Finanzwirtschaft vorsah.
All dies verursachte bei der Bevölkerung eine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit und sozialen Verzweiflung. Die Oligarchien der Teilrepubliken, die alle von einer „Nationalen Erneuerung“ träumten, hatten die Wahl zwischen Krieg und einem echten jugoslawischen gemeinsamen Markt plus Hyperinflation. Sie wählten den Krieg. Dieser Krieg sollte die wahren Ursachen der wirtschaftlichen Katastrophe verbergen.
(Boarov 1992).
Der Ruin  eines ganzen Wirtschaftssystems, der Ausverkauf ganzer Industriezweige, die Gewinnung „neuer Märkte“ und das  Gerangel um Einflusssphären auf dem Balkan sind die wahren Ursachen der Konflikte. Die Reformen und der Krieg in Jugoslawien sind nur die extremen Spielarten eines destruktiven ökonomischen Modells, das der Neoliberalismus Ländern der ganzen Welt aufoktroyiert.
Literatur:. Boarov, Dimitrije, Vreme-Nachrichtendienst Nr. 29 v. 13.4. 1992,
                    Gervasi, Sean: Deutschland, die USA und die Krise in Jugoslawien,
                              Vovert Action Quarter Nr. 43 Winter 1992/93,
                    MILS-News 1995: Mazedonischer Informationsdienst, 11.4.1995
Günter Rahm, Quedlinburg, 3.1.12)

Sonntag, 22. April 2012

Freundliche Mahnung an alle demokratischen Kleinparteien und ...

Freundliche Mahnung an alle demokratischen Kleinparteien und Organisationen, die durch lose Vernetzung eine echte Volkspartei gründen wollen
Ich habe als Demokrat, der wahre Volkssouveränität und eine Gemeinwohl-orientierte Gesellschaft erstreiten helfen will, die Bemühungen der Plattform Leipzig von 2003 nicht nur mit Sympathie verfolgt, sondern auch zu unterstützen versucht. Doch leider kam bisher keine Einigkeit zustande. Das liegt meines Erachtens daran, dass manche den zweiten und dritten Schritt vor dem ersten tun wollen. Sie kommen mir vor wie das "Milchmädchen", das mit großen Zukunftsträumen mit ihren Eiern zu Markt ging. Doch während sie schon von der Zukunft träumte, stolperte sie, und die Eier und damit auch ihre schönen Zukunftsträume zerbrachen. Natürlicherweise haben die Hunderte basisdemokratischer Vereinigungen, entsprechend den Hauptanliegen ihrer Mitstreiter, konkrete für sich vernünftige Ziele. Doch da die speziellen politischen Anliegen Jugendlicher, Arbeiter und Angestellten, Arbeitsloser und Geringverdiener, Bauern und Rentnern, kleinen und mittleren Gewerbetreibenden, Frauen und Ausländern naturgemäß unterschiedlich sind, obwohl diese alle eine gemeinsame Ursache haben, ist es nicht einfach, diese unterschiedlichen, aber mit einander verwandten Problemgruppen in einer großen oppositionellen ALLIANZ zu bündeln. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu folgender Meinung gekommen: der erste Schritt, dem allen anderen Ziele vorerst untergeordnet werden müssen, ist die Erringung echter Volkssouveränität, d. h. basisdemokratische-parlamentarische Gesetzesmacht. WARUM? Neoliberale sind objektiv nicht an gleichen Bildungschancen für alle interessiert. Im Gegenteil: Ihnen kommt es nur auf eine "Elite" williger Fachidioten an. Und "Braindrain“, nämlich die Abwerbung hochqualifizierter Fachleute aus unterentwickelten Ländern ist tausendmal billiger. Neoliberalisten sind niemals ernsthaft an der Beseitigung von Massenarbeitslosigkeit interessiert, weil diese ihnen ermöglicht, die Löhne zu drücken, die Gewerkschaften zu schwächen, die Unterwürfigkeit ihres "Humankapitals" zu erhöhen und mit Entlassung zu erpressen, sozialstaatliche Maßnahmen wurden z.B. während des Kalten Krieges durch Systemkonkurrenz erzwungen, die es heute nicht mehr gibt. Neoliberale sind an der Erhöhung der Arbeitszeit, des Rentenalters, verstärkter Ausbeutung, niedrigen Steuern für die Reichsten, an schwachen Gewerkschaften, Rüstung, Rüstungsexport und Kriegen interessiert. Allein diese wenigen Beispiele reichen aus, um zu beweisen, dass eine wahre Volkspartei nicht nur anstreben muss, einzelne Reförmchen durchzusetzen, sondern dass grundsätzliche Veränderungen der Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen erforderlich sind, die nur durch eine große Regenbogen-Allianz, einer mächtigen Volkspartei und den Linken möglich ist. Denn vorerst ist nicht damit zu rechnen, das lehren die vergangenen Jahre, dass SPD und Grüne sich wieder auf ihren Ursprung besinnen und die korrumpierten Führungsspitzen ihrer Parteien abwählen. Sollte es bis 2013 doch gelingen, umso besser, aber darauf verlassen, das haben die Wahlen seit 2009 gezeigt, kann man sich nicht. Eine neue Volkspartei ist nur sinnvoll, wenn sie einen konsequent antikapitalistischen Kurs fährt, eine konsequente Friedenspolitik betreibt und noch konsequenter als DIE LINKE erneuerbare Energien auf regionaler Basis fördert und vor allem eine Geldreform durchsetzt. Denn die "Stärke"der Neoliberalen beruht darauf, dass sie sich die Geldschöpfung, und die großen Banken unter den Nagel gerissen haben.
Doch vorerst um echte Volkssouveränität zu kämpfen muss absolute Priorität haben. Denn ohne Volksmacht lassen sich auch bundesweite Volksentscheide nicht durchsetzen, denen allerdings dann eine gründliche Aufklärungsarbeit über das Für und Wider der zur Entscheidung stehenden Sache vorausgehen muss.
Günter Rahm, Quedlinburg

Sind Kirche und Staat getrennt?


Eine Grundforderung der bürgerlichen Aufklärung ist die nach der Trennung von Kirche und Staat! Warum?
Die traurige Menschheitsgeschichte beweist eindringlich, dass eine Verquickung von Staatsmacht und Kirche unweigerlich zu einer verderblichen Symbiose führt: Der Staat verwendet die von ihm privilegierte Kirche als moralisches Mäntelchen zur Rechtfertigung seiner Gewaltpolitik, von Rüstung und Krieg, und die Kirche wird mit ihren ethisch / religiösen Ansprüchen unglaubhaft, weil sie sich zur ethisch-moralischen Rechtfertigung staatlicher Gewaltpolitik opportunistisch missbrauchen lässt, weil ihr sonst wirtschaftlich/finanzielle Privilegien staatlicherseits nicht mehr zugestanden würden.
Das Christentum, das einst mit der Weihnachtsbotschaft allen „Frieden auf Erden und allen Menschen ein Wohlgefallen“ versprach, hat diesen humanistischen Anspruch seit der Liaison mit Kaiser Konstantin verraten, was die vielen Religions- und Kreuzzüge, die Inquisition, die Judenverfolgung, die Hugenottenkriege, der Dreißigjährige Krieg und viele andere Gewaltverbrechen eindringlich beweisen, denen Hunderte Millionen unschuldiger Menschen auf grausame Weise zum Opfer fielen.
Deshalb ist auch im Grundgesetz der Bundesrepublik die Trennung von Kirche und Staat gesetzlich festgeschrieben. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus?
Hier ein Auszug aus Prof. Dr. Johannes Heinrichs' epochalem Werk "Revolution der Demokratie“, das bewusst auf geschickte Weise unterdrückt bzw. diffamiert wird. Als aufrechter Christ, aber Kirchenfeind schreibt er:
„Ein subtiler religiöser Fundamentalismus besteht überall da, wo die moderne Differenzierung von religiöser und staatlich/rechtlicher Gemeinschaft noch nicht konsequent durchgeführt wurde. Solange dies nicht der Fall ist, kann es freies politisches, kulturelles noch religiöses Leben nicht geben.
Kaum zu überblicken ist die Abhängigkeit, ja Entstellung von Politik und Kultur via Einheitsparteien, Medienproporz usw., von den über-privilegierten Kirchen, die außer ihrer rechtlichen und finanziellen Privilegierung (staatlicher Religionsunterricht und eigene konfessionelle Fakultäten an den staatlichen Hochschulen) und außer dem zugestandenen Steuererhebungsrecht zusätzlich erhebliche, traditionsbedingte Zuwendungen erhalten, z. B. staatliche Vergütung der Bischöfe und eines Großteils der Geistlichen, alte Staatsleistungen für die einstige "Säkularisation" von Kirchengütern unter Napoleon. Die bundesweiten Ausgaben für die Militärseelsorge weist Horst Hermann am Beispiel eines einzigen Bundeslandes konkret nach: Allein das Land Nordrhein-Westfalen zahlt der katholischen Kirche aufgrund seiner "ererbten" Verpflichtungen jährlich die stattliche Summe von 350 Millionen Mark. Darüber hinaus erlässt das Land der Kirche Steuern, Gebühren und Abgaben in geschätzter Höhe von jährlich 150 Millionen Mark. Und nochmals, weil es so unglaublich klingt: Die halbe Milliarde stammt nicht aus Kirchensteuern, sondern aus den normalen Steuermitteln des Staates. Sie wird von Katholiken wie Protestanten, von Gläubigen wie Ungläubigen aufgebracht. Ohne es zu wissen hat jeder nordrhein-westfälische Steuerzahlern im Jahre 1987 mitfinanziert: 7,8 Millionen an "Donationen für Erzdiözisen und Diözisen, den Unterhalt für fünf katholische Bischöfe und ihre Domherren; 25 Millionen DM für die von etwa 200 Dozenten der Theologie an staatlichen Universitäten und die entsprechenden Investitions- und Verbrauchsmittel, 292 Millionen DM für die Gehälter der Religionslehrer an den Schulen des Landes, die Arbeitsmittel- und Raumkosten nicht eingerechnet. Über diese Zahlungen hinaus werden die Kirchen auch indirekt mitfinanziert.“
Wenn auch Sie die strikte Trennung von Kirche und Staat wollen, wie sie im Grundgesetz festgeschrieben ist, dann empfehle ich Ihnen, Mitglieder der Deutschen Freidenker zu werden,
die tolerant gegenüber Gläubigen sind, aber konsequent die Trennung von Kirche und Staat fordern.
Alle positiven weltanschaulichen und religiösen Vereinigungen müssen gleich behandelt werden. Diese Gerechtigkeit durchzusetzen bedarf es wahrer VOLKSSOUVRERÄNITÄT, nämlich Selbstbestimmung der Volksmehrheit, die es bis jetzt nicht gibt.
Günter Rahm, Quedlinburg

WAHLPRÜFSTEINE


Die CDU hat sich nach 1989 eindeutig als Partei der Großbanken und Konzerne entlarvt. Sie ist weder eine Volkspartei, sondern eine VOLKSVERFÜHRERPARTEI. Sie ist nicht demokratisch, weil sie nicht dem mehrheitlichen Willen des Volkes dient, sondern dem Finanzkapital, was die Bankenrettung und Hunderten Milliarden beweist, obwohl angeblich kein Geld da war, um das Sozialsystem zu erhalten.
Die Spitzenfunktionäre SPD und der GRÜNEN, haben sich vom Großkapital korrumpieren lassen, um mitregieren zu können. Solange deren größtenteils vernünftige Basis sich nicht gegen dies Verräter durchzusetzen vermag, wird dieser empfohlen diesmal „fremd-zu-wählen“, bis sie wieder das Sagen hat.
Die PIRATEN sind in ihren Aussagen noch sehr widersprüchlich, und es muss abgewartet werden, ob sie nur „Arzt am Krankenbett des Kapitalismus“ spielen wollen.
DIE LINKE ist gegenwärtig die einzige Oppositionspartei, obwohl auch nicht immer alle konsequent, aber leider kann sie ALLEIN nicht verändern.
Doch es ist eine WAHRE VOLKSPARTEI im Kommen, die sich BÜNDNIS BUNDESWEITE VOLKSENTSCHEIDE nennt und im Februar 2002 in Kassel gegründet wird. Sie beschränkt sich klugerweise vorläufig bewusst auf diesen einen Programmpunkt, weil all die anderen alternativen guten Ideen ohne vorher errungene Volksmacht nicht realisierbar sind! Erst muss das Volk durch eine große Mehrheit im Bundestag Gesetzesmacht errungen haben.
Diese kann errungen werden, wenn viele der 98% Parteilosen, vor allem der bisher 40% Nichtwähler dieses Bündnis wählen bzw. DIE LINKE, aber auch im Sinne des Plans B viele Direktmandate für Parteiunabhängige gewonnen werden können.
Das setzt voraus, dass in möglichst vielen Städten, Stadtbezirken und Regionen humanistisch-demokratische Bürgerforen gegründet werden, die im Sinne dieser Wahlempfehlung eine große Volksmehrheit in den Bundestag wählen, aber auch bereit sind, dann die errungene Freiheit gegen eventuelle Angriffe, notfalls durch Generalstreik, zu verteidigen. Selbstverständlich muss alles Positive, die errungene bürgerliche Zivilisation, erhalten bleiben, aber das Großkapital durch Volksmacht in die Schranken gewiesen werden.
Allen bundesweiten Volksentscheiden muss dann eine Aufklärung des Volkes über das Für und Wider der zur Entscheidung stehen Sache vorausgehen.

PLAN B (Bundestagswahlkampf um VOLKSMACHT) - Kampf um viele parteiunabhängige Direktkandidaten.


PLAN B (Bundestagswahlkampf um VOLKSMACHT) - Kampf um viele parteiunabhängige Direktkandidaten.
Viele Wähler in Deutschland sind mit der Arbeit der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages – egal ob rot-grün oder „schwarz-gelb“ – unzufrieden.
Vereinzelt wurden bei Bundestagswahlen parteiunabhängige Direktkandidaten aufgestellt, die jedoch chancenlos waren, da sie gegen einander antraten. Deshalb werden derzeit im Deutschen Bundestag alle direkt über die Wahlkreise gewählten Bundestagsabgeordneten von den „etablierten Parteien“ gestellt.
Das kann und muss sich bei der nächsten Wahl ändern.
Voraussetzung dafür wäre, dass die jeweils rund 200.000 Wahlberechtigten jedes Wahlkreises erkennen, dass sie nur dann eine Chance haben, politisch etwas zu verändern, wenn sie sich vor der nächsten Bundestagswahl auf einen gemeinsamen parteiunabhängigen Kandidaten einigen.
Dies wäre auf folgendem Wege möglich:
a) In allen 299 Wahlkreisen gibt es eine „erste Anlaufstelle“ zur Vorbereitung der nächsten Bundestagswahl.
b) Daraus bildet sich jeweils ein Bürgerkomitee.
c) Diese Bürgerkomitees haben die Aufgabe, nach einem noch festzulegenden demokratischen Verfahren für ihren Wahlkreis den Direktkandidaten zu ermitteln, der das persönliche, fachliche und politische Vertrauen der Wähler seines Wahlkreises am meisten verdient.
d) Dieser gemeinsame Direktkandidat tritt dann mit Unterstützung des zuständigen Bürgerkomitees gegen den bisherigen rot-schwarzen „Platzhirsch“ an.
3. Weitere Informationen zum Projekt Vereinigte Direktkandidaten gibt es hier:
4. Wer der Meinung ist, dass sich bei der nächsten Bundestagswahl über seinen Wahlkreis etwas im Deutschen Bundestag ändern müsste bzw. muss, möge sich
mit der „ersten Anlaufstelle“ seines Wahlkreises oder mit mir in Verbindung setzen:
Helmut P. Krause (V.S.P), Frühlingsgasse 29, 82178 Puchheim, Tel. 089 123 87 54, rakrause@querdenkerforum.de – facebook.com

Freitag, 30. März 2012

Wehe uns, wenn wir uns nicht endlich kraftvoll gegen den deutschen Imperialismus wehren!

Seit Beginn des 2o. Jahrhunderts zieht sich durch die deutsche Geschichte ein unheilvoller schwarzer Faden, das Streben nach imperialistischer Weltmacht, (Prof. Fritz Klein „Griff zur Weltmacht“). Seit 1914 befindet sich die Welt in einem ständigen Krieg, der chamäleongleich die verschiedensten Formen annimmt. Während sich im 1. Weltkrieg die verschiedenen Imperien noch gegenseitig bekämpften, führen sie seit 1917 ununterbrochen einen Krieg gegen die Völker, zur gewaltsamen und heimtückischen „Verteidigung“ des völkerfeindlichen Imperialismus, ihrer  Weltherrschafts- und Kolonialpläne. Nachdem die Interventionskriege gegen die Sowjetunion verloren gegangen waren, verleitete man das auf Revanche drängende imperialistische Deutschland zu einem Stellvertreterkrieg gegen die Sowjetunion, schwenkte dann aber nach der faschistischen Niederlage auf Antikommunismus um. Schlau machte man für den faschistischen Krieg allein die Hitlerleute verantwortlich, die doch ohne die finanzielle und wirtschaftliche Macht der deutschen Großbanken und Rüstungskonzerne den imperialistischen Revanchekrieg hätten führen können. Denn der Schoß, aus dem der Faschismus kroch, war der deutsche Imperialismus!
Die größte Frechheit ist die Gleichsetzung von Faschismus und Sozialismus, die doch absolut gegensätzliche Ziele verfolgten. Nach 1946 ließen die westlichen Imperialisten ihr „antifaschistisches Mäntelchen“ fallen und täuschten in Westdeutschland eine Entnazifizierung nur vor. Die imperialistischen Kolonialreiche zerfielen zwar, aber der Neokolonialismus ist noch schlimmer als der frühere Kolonialismus, weil die Kolonialherren wenigstens noch an arbeitsfähigen Sklaven auf ihren Plantagen interessiert waren, während heute jährlich viele Millionen verhungern und Milliarden im Elend leben, ohne dass dies die heimlichen Verursacher juckt. Denn „der Haifisch, der hat Zähne, und die trägt er im Gesicht. Macky Messer hat ein Messer, doch das Messer sieht man nicht.“
Die gegenwärtige Welt wird heimlich regiert durch eine superreiche Minderheit von ca. einem Prozent, unter denen selbst die meisten Unternehmer zu leiden haben bzw. in ihrer Existenz bedroht sind. Es gibt praktisch nur zwei „Parteien“: die Partei der vom Finanzkapital relativ und absolut Bedrohten und die HEILIGEN KRIEGER des internationalen Finanzkapitals, die mit einem Heer korrumpierten Lohnschreiber und Manager ihre volks- und völkerfeindliche Kriegspolitik verewigen wollen, denn „Krieg“ ist gut fürs  Großkapital“.